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Pruess steht für Anlagenbau im Bereich Food und Pharma, für Engineering und Qualifizierung

Extraktionsanlagen - Eindampfung - CIP Anlagen - Pufferansatzanlagen - Sonderanlagen

 
Extraktionsanlagen

Zu den Kernkompetenzen der Pruess GmbH zählen Bau und Inbetriebnahme von Extraktionsanlagen sowie, falls gefordert, ihre Qualifizierung. Extraktionsanlagen werden in der Food- oder Pharmaindustrie hauptsächlich für die Gewinnung einer gewünschten Komponente aus Pflanzenanteilen verwendet.

Die Vielfalt der Extraktionsanlagen, die unsere Ingenieure bisher installieren durften, reicht von der 50-Liter-Pilotanlage bis zu mehreren Kubikmeter großen Industrieanlagen. Ob kontinuierliche oder Batch-Extraktion, ob einstufig oder mehrstufig, wir legen jede Anlage optimal aus und berücksichtigen dabei immer genau Ihre Vorstellungen und Anforderungen sowie die Besonderheiten der gewählten Bio-Materialien.

Anwendungsbereiche der Extraktion

Als Extraktion werden Trennverfahren bezeichnet, bei denen unter Hinzunahme eines Lösungsmittels ein oder mehrere Bestandteile aus einem Stoffgemisch oder Biomaterial herausgelöst, also extrahiert werden. Als Endprodukt erhält man eine Lösung der gewünschten Verbindung, wie zum Beispiel Oleoresine, Farb-, Aroma- oder Wirkstoffe. Dieses Extrakt kann weiter aufgearbeitet werden. Üblich ist dafür eine Aufkonzentration mittels einer Eindampfanlage, die wir ebenfalls auslegen und bauen können.

Oder aber das Verfahren der Extraktion wird dafür eingesetzt, um einen Feststoff wie etwa Tee von einer ungewünschten Komponente zu befreien, wie das zum Beispiel bei der Entkoffeinierung der Fall ist.

Je nach Anteil und Löslichkeit des zu extrahierenden Bestandteils sowie der Beschaffenheit und Menge des Feststoffs werden unterschiedliche Extrakteure benötigt. Die gängigsten Formen sind die kontinuierliche und die Batch-Extraktion.

 

Die Batchextraktion

Bei der Batchextraktion wird der Extrakteur in mehreren Chargen, also Batches, mit dem Rohprodukt beladen. Abhängig von der Anzahl der Extrakteure erfolgt die Extraktion in einem einschrittigen oder in einem mehrschrittigen Verfahren. Je nach Auslegung des Verfahrens kann im Gleichfluss, im Gegenfluss oder einfach mazeriert werden.

Der Vorteil der Batchextraktion liegt in den geringeren Kosten der Anlage. Jedoch wird für den Betrieb mehr Personal benötigt.

Die Entscheidung, welches System besser einzusetzen ist, hängt von vielen Faktoren ab und ist individuell für jeden Anwendungsfall einzeln zu betrachten.

Pruess Extraktionssysteme

Die Batch-Extraktionsanlagen und -Extrakteure der Pruess GmbH sind auf höchste Funktionalität optimiert und immer an die entsprechende Anwendung angepasst. Der ökonomische Betrieb der Anlagen unter Erreichung der bestmöglichen Ausbeute im jeweiligen Extraktionsprozess wird einerseits durch den auf das Produkt angepassten Prozess garantiert sowie andererseits durch den automatisierten, und damit reproduzierbaren, Ablauf des Prozesses.

Besonders die intelligente Verrohrung ermöglicht trotzdem den individuellen Betrieb der Batch-Anlagen, die sich auch auf weitere Extraktionsparameter wie Temperatur und Lösungsmittel problemlos anpassen lassen.

Alle Pruess-Extraktionsanlagen können in verschiedenen Modi betrieben werden, also entweder im single oder im multiple-stage-Verfahren (ein- oder mehrstufig) sowie mit oder ohne Rezirkulation der Miscella. Ihr leicht zu reinigendes und sterilisierbares Design ermöglicht eine dauerhaft hygienisch einwandfreie Nutzung der Extraktionsanlagen.

 

Last but not least sei mit ihrer qualifizierbaren Auslegung ein weiterer großer Vorzug der Batchanlagen der Firma Pruess genannt.

 

Die Kontinuierliche Extraktion

Die wachsende Notwendigkeit, größere Mengen des gleichen Rohproduktes verarbeiten zu müssen, wie das etwa bei Tee oder Soja der Fall ist, führte zur Entwicklung von kontinuierlichen Extraktionsanlagen. Diese, heute besonders für die Gewinnung von Sojaöl gebräuchlichen Anlagen haben in den letzten Jahrzehnten ein hohes Maß an Perfektion und Wirtschaftlichkeit erreicht.

Auch in Bereichen mit kleineren Mengen kann es durchaus Sinn machen, an Stelle von Batch-Extrakteuren kontinuierliche Systeme einzusetzen. Abhängig von den Kosten für Produkte, Edukte sowie Personal ist über eine kontinuierliche Lösung ab 50 bis 100 Kubikmeter pro Tag nachzudenken.  Dabei wird die Auslegung des Extrakteurs im Wesentlichen durch die Eigenschaften des zu extrahierenden Produktes bestimmt. Beschaffenheit und Art der Aufbereitung des Rohproduktes sind natürlich ebenfalls von großem Einfluss auf Leistung und Ausbeute einer jeden Extraktionsanlage.

Die Experten der Pruess GmbH unterstützten Sie gerne bei der Entscheidung, ob eine Batch- oder eine kontinuierliche Anlage für Ihren Anwendungsfall die geeignetere Lösung ist.

Der Pruess-Ringextrakteur

In kontinuierlichen Extraktionsanlagen wird heutzutage der weitaus größte Teil der zu verarbeitenden Rohstoffe nach dem Perkolationsprinzip extrahiert. Der Pruess-Ringextrakteur arbeitet ebenfalls nach diesem bewährten Prinzip, das den meisten Verbrauchern vom Filterkaffee bekannt sein dürfte. Zu seinen Vorzügen zählen seine kompakte, ausgereifte und geschlossene Bauweise, der geringe Platzbedarf sowie der niedrige Bedienaufwand, die flexible Betriebsweise und nicht zuletzt die leichte Reinigung des Extrakteurs.

Der Pruess-Ringextrakeur besteht aus einem einteiligen Rotor, dessen Ringraum durch radiale Trennwände in Zellen unterteilt ist. Jede Zelle ist mit einem nach unten wegklappbaren Boden ausgestattet, was eine vollkommen ruhige Schüttung während der Extraktion gewährleistet. Das Extraktionsmittel perkoliert durch die Extraktionsgutschicht, reichert sich dabei mit den zu extrahierenden Komponenten an, unterliegt gleichzeitig der Selbstfiltration, passiert den Siebboden, sammelt sich in durch Wehre getrennte Kammern im Unterteil des Extrakteurs und wird durch Pumpen wieder nach oben auf die Extraktionsschicht der Folgezelle gefördert (Gegenstromprinzip). Der Extraktionsrückstand fällt, bei einigen Produkten unterstützt durch eine zusätzlich pneumatisch arbeitende Zwangsentleerung, am Ende des Umlaufs durch selbstständiges Öffnen der Siebbodenklappe in einen Austragsschacht und wird von einer Förderschnecke kontinuierlich ausgetragen.

Vor einem Produktwechsel reinigen eingebaute Waschdüsen die einzelnen Zellen und Siebbodenklappen von anhaftendem Extraktionsrückstand. Der Boden des Extrakteurs ist so konstruiert, dass keinerlei Rückstände zurückbleiben. So können in der Anlage in wechselnder Reihenfolge unterschiedliche Produkte verarbeitet werden, ohne dass Reinigungsarbeiten zu erheblichen Standzeiten führen würden.